VW Bus Feuerwehr, m.klee

Dies ist die Geschichte des ältesten noch einsatzbereiten VW-Transporters aus dem Werk Hannover. Er war von 1956 bis 1993 bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hachenburg im Westerwald im Einsatz und verbringt seither sein Rentnerdasein in der Sammlung von Manfred Klee im Hofgut Eveshausen.

Begonnen hatte alles Ende 1992 mit einem Anruf der Feuerwehr Hachenburg beim VW-Bus-Club Koblenz. Kurz darauf knüpfte Manfred Klee Kontakt zu den Hachenbur gern Floriansjüngern und erfuhr telefonisch mehr: Baujahr 1956, ca. 16.000 km. „Den haben wir schon ewig. Da war auch schon einer, der wollte das Getriebe haben. Uns steht er nur in den Füßen rum.“ Nebenbei erfuhr Manfred Klee vom Wehrführer, dass dieser Oldtimer-Bulli 1981 vom Volkswagenwerk mit einer Urkunde als „der älteste in Hannover produzierte VW Transporter“ ausgezeichnet wurde. Das ließ ihn aufhorchen.

Ein Besichtigungstermin wurde vereinbart. Tage später lag Manfred Klee mit seinen besten Klamotten in der feudalen, neuen Hachenburger Feuerwehrhalle unter dem Objekt seiner Begierde. Am ersten Querträger hatte sich offensichtlich ein Feuerwehrmann mit Schweißübungen versucht, die uralte 6 Volt Batterie hatte ihre Kraft ausgehaucht, und angesichts eines nicht verfügbaren originalen Auspufftopfes hatte man seinerzeit einen Käferauspuff mit zwei Endrohren angebracht, dafür die Sickenstoßstange „einfach zweifach“ aufgeflext. Doch außer den leichten Gebrauchsspuren einer nicht immer leichten Vergangenheit des alten Fahrzeuges war der Ur-Bulli in erstaunlich guter Verfassung.

Die Feuerwehrmänner berichteten: „Ach, was haben wir da alles reingeknallt, auf wie vielen Feuerwehrfesten sind wir damit gewesen. Oh Mann, wir waren manchmal blauer als sein Blaulicht …“. Das Ergebnis: „Florian“, so nennt Manfred Klee ihn, ist mittlerweile fester Bestandteil seiner Bus-Sammlung geworden.

Auch in die BILD hat es der Bulli schon geschafft!

One thought on “T1 – „Florian“

  • 9. Februar 2016 at 12:46
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    Es ist toll, von diesem Fahrzeug noch etwas zu hören. Ich habe schon Stunden damit verbracht, nach dem Wagen im Internet zu recherchieren. Jetzt bin ich zufällig auf diesen Artikel gestoßen.
    Der Wehrführer, von dem hier die Rede ist, ist mein Großvater Rudi Schürg.
    Mein Vater hat als Feuerwehrmann mit diesem Fahrzeug auch schon den ein oder anderen Kilometer zurückgelegt und kennt den Wagen sehr genau.
    Die Beschriftung sagt zwar „Eveshausen“, jedoch gehörte das Fahrzeug durchgehend der Feuerwehr Hachenburg und war lediglich eine Leihgabe an die Gemeinde Eveshausen.
    Ich bin froh, dass dieser wertvolle Bus den Weg in Sammlerhände gefunden hat. Interessanterweise zu einer Zeit, wo ein 56er T1 bloß eine „alte Kiste“ war, die keiner haben wollte.

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